Sozial-emotionale Kompetenzen – Jetzt kannst du mit Theater diese Kompetenzen fördern!

Sozial-emotionale Kompetenzen – Jetzt kannst du mit Theater diese Kompetenzen fördern!

In diesem Artikel, werde ich zunächst auf die emotionalen Kompetenzen eingehen, um im Anschluss die Verbindung zwischen Emotionen und sozialen Beziehungen aufzuzeigen. Am Ende dieses Artikels zeige ich auf, wie du diese Kompetenzen mit theaterpädagogischen Methoden fördern kannst. In meinem E-Book, dass du hier kostenlos erhältst, ist ein Kurs zur sozial-emotionalen Kompetenzentwicklung mit theaterpädagogischen Methoden enthalten. Du findest es am Ende des Artikels.

Der kompetente Umgang mit den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen. 

Sozial-emotionale Kompetenz bezeichnet einen Umgang mit Gefühlen und Bedürfnissen, der gespürt werden möchte. Damit fördert sie eine gesunde zwischen-menschliche Beziehung. Die eigenen Emotionen (also Gefühle und Bedürfnisse) angemessen ausdrücken und regulieren zu können, stabilisiert die Persönlichkeit. Während die Emotionen anderer Personen erkannt und verstanden werden müssen. Dies festigt die sozialen Beziehungen. 

Wenn Kinder und Jugendliche ihre eigenen Emotionen unkontrolliert laufen lassen, oder Schwierigkeiten mit sozialen Beziehungen aufzeigen, kann dies der Grund von geringen emotionalen Fertigkeiten sein.

Die Folgen können sein:

  • Aggressives Verhalten
  • Kommunikationsschwierigkeiten
  • Wutausbrüche
  • ein Misstrauensverhältnis zu anderen Personen

Und vieles mehr.

Gleichzeitig darf der Begriff „unkontrolliert laufen lassen“ nicht falsch verstanden werden. Es geht nicht darum Emotionen zu unterdrücken. Denn emotionale Kompetenzen sind Strategien, Emotionen gekonnt zu verarbeiten. Also zum Beispiel Trauer und Enttäuschung zu verstehen, zu ordnen und Möglichkeiten der Bewältigung zu finden. Sind diese Strategien nicht vorhanden, können sich diese Gefühle in Wut und Aggression verändern. Aus diesem Grund müssen Fachkräfte Emotionen begleiten. Lea Wedewardt hat hierzu einen schönen Artikel über den professionellen Umgang mit Gefühlen und Bedürfnissen von Kindern veröffentlicht.

Zu den Bereichen, in denen Kinder emotionale Fertigkeiten entwickeln, gehören: 

  • Emotionen nonverbal über körperliche und mimische Gesten ausdrücken.
  • Diese Gesten und Ausdrücke, von anderen Personen, richtig deuten.
  • Verbale emotionale Ausdruckskompetenzen
  • Das Wissen und Verständnis über die Vielfalt von Emotionen
  • Die selbst gesteuerte Emotionsregulation. 
Verschiedene Emotionen wurden mit Eiern dargestellt. Die Eier haben ein Gesicht aufgemalt.
Photo by Tengyart on Unsplash

Was braucht ein Kind, für einen „kompetenten Umgang“ mit Gefühlen? 

Der Mensch entwickelt im Laufe seines Lebens acht Schlüsselfähigkeiten, die ihm dabei helfen Emotionen richtig einzusortieren, sie zu deuten und zu erkennen. 

Auf Basis dieser acht Schlüsselfähigkeiten entwickelte ich ein Konzept mit theaterpädagogischen Methoden, dass die Förderung der emotionalen Kompetenzen ermöglicht. Die acht Schlüsselfertigkeiten sind: 

  1. Die eigenen Emotionen und Bedürfnisse erkennen und einordnen
  2. Die körperlichen und mimischen Emotionen anderer Personen erkennen und einordnen
  3. Die eigenen Emotionen und Bedürfnisse an andere Personen vermitteln können. 
  4. Empathie
  5. Wissen, dass der äußere Ausdruck eines Gefühls nicht mit dem tatsächlichen Empfinden übereinstimmen muss. 
  6. Strategien zum Umgang mit Emotionen. 
  7. Die Kenntnis darüber, dass Emotionen und soziale Beziehungen miteinander verknüpft sind. 
  8. Die Akzeptanz der eigenen Gefühle und Bedürfnisse

Die Schlüsselfertigkeiten lassen den Schluss zu, dass Emotionen nicht allein stehen, sondern in Verbindung zwischen menschlicher Beziehungen steht. Die Interaktion mit anderen Menschen steht also immer unmittelbar mit Gefühlen und Bedürfnissen in Verbindung. Zentral ist hier immer die Kompromissfindung der unterschiedlichen Gefühle und Bedürfnisse von mindestens zwei Parteien. Aus diesem Grund stehen die emotionale Fähigkeit in unmittelbarem Zusammenhang zu den sozialen Fähigkeiten.

Jugendliche und Beziehungen mit Emotionen im Gesicht
Photo by Priscilla Du Preez on Unsplash

Soziale Kompetenzen

In der Kompromissfindung bei zwischen menschlichen Beziehungen, übernehmen die sozialen Kompetenzen den Transfer der Emotionen und das Verstehen des Gegenübers (Empathie). Denn zu den sozialen Kompetenzen zählen unter anderem folgende Punkte: 

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Fähigkeiten zur Konfliktlösung
  • Identitätsentwicklung

Diese Punkte lassen erkenne, dass es vor allem um das Vermitteln, das Verstehen und das Aushandeln von Bedürfnissen und Gefühlen geht. 

Die Kommunikationsfähigkeit besteht im Wesentlichen daraus, dem Gegenüber meine Bedürfnisse und Gefühle mitzuteilen und die des Gegenübers zu verstehen. 

Die Teamfähigkeit ist die Kompetenz die Kommunikation auf mehreren Ebenen zu ermöglichen. Ich muss viele verschiedene Emotionen verstehen und verarbeiten. Darüber hinaus muss ich in der Lage sein jedem einzelnen Gruppenmitglied meine eigenen Bedürfnisse und Gefühle mitzuteilen. Dabei ist die Kommunikation bei jedem Menschen individuell. Ich muss also wissen, wie ich mit jeder einzelnen Person am besten kommuniziere, sodass sie/er mich versteht. Gleiches gilt für mich, da ich mehrere Personen verstehen möchte. 

Konflikte können als ein Missverständnis von Gefühlen und Emotionen verstanden werden. Entweder fühle ich mich falsch verstanden, oder mein Gegenüber. Oder es kommt zu Konflikten, da es keine Überschneidungen der Bedürfnisse und Gefühle der unterschiedlichen Parteien gefunden werden können. 

Identitätsbildung beinhalte das Festigen von Emotionen. Meine Gefühle und Bedürfnisse erkenne ich in der Identitätsfindung nicht nur, sondern gleiche sie mit meiner Umwelt ab. Hierbei hilft die Auseinandersetzung mit Normen und Werten, die moralische Verhaltensmaßstäbe einer Gemeinschaft darstellen und teil sozialer Bildungsprozesse darstellen. 

emotionales Theaterspielen
Photo by mostafa meraji on Unsplash

Theaterpädagogische Möglichkeiten zur Förderung der sozial-emotionalen Kompetenz

Da wir nun wissen, wie wichtig die sozial-emotionalen Kompetenzen sind, bleibt noch die Frage, wie diese mit theaterpädagogischen Methoden gefördert werden können. 

Nun zu nächst kann festgehalten werden, dass Theater ideal dafür ist, um einen Raum zu schaffen, in dem Normen, Werte und gesellschaftliche Prozesse geübt werden können. Auf experimentelle Art und Weise ermöglicht Theater alles auszuprobieren und die „Experimente“ (Proben) nachzuempfinden sowie im Anschluss zu reflektieren. 

Aus diesen Gründen ist Theaterpädagogik an sich schon für die sozial-emotionalen Kompetenzen Förderung gut geeignet. Im Nachstellen von Emotionen und Geschichte werden Situationen nachvollziehbar und einfach erlebt. Das Darstellen von Emotionen kann dank der Psychomotorik nahezu real nachempfunden und gefestigt werden. Dies ermöglicht die Sensibilisierung von Bedürfnissen und Gefühlen in Deutung und Ausdruck. 

In meinem kostenlosen E-Book erhältst du einen Kurs, der dich dabei unterstützt, die sozial-emotionalen Kompetenzen mit Theatertechniken zu fördern. Hol dir jetzt das Buch!

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Dieser Kurs richtet sich an Fachkräften, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und deren sozial-emotionale Kompetenzen fördern. Damit dient dieser Kurs der Prävention und unterstützt Kinder und Jugendliche bei ihrer Entwicklung. Die Umsetzung ist simple aber effektiv und wurde auf 20 Seiten kompakt zusammen gefasst. Dabei ist der Kurs so geschrieben, dass er auch von Menschen ohne Theaterkenntnisse ausgeführt werden kann.

Inklusive zu dem Buch, erhältst du Gefühlskarten zum Ausdrucken mit dazu.

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