Akrobatik mit Kinder + Spiele, Übungen und Stundenplan für eine Förderung der Motorik

Akrobatik mit Kinder + Spiele, Übungen und Stundenplan für eine Förderung der Motorik

In Zeiten in denen die Menschen immer mehr auf motorisierte, oder anderweitige Unterstützungen ihrer Mobilität setzen wird Bewegung immer wichtiger. Gleichzeitig ist es gerade für junge Menschen wie Kindern wichtig, ihren Körper kennenzulernen und seine Funktionen auszuprobieren. Denn, ich bin immer wieder geschockt, wenn ERWACHSENEN zum ersten Mal Akrobatik machen und sich noch nicht mal gerade halten können, weil sie es nie gelernt haben.

Falls du mal mit einer Gruppe von Kindern Akrobatik machen möchtest, erfährst du hier welche Fördermöglichkeiten mit Akrobatik möglich sind, worauf zu achten ist, wie die Vorbereitung aussieht und wie eine solche Akrobatik-Stunde aussehen kann.

Für Fachkräfte, die im Kindergarten arbeiten, ist der Unterrichtsentwurf ebenfalls geeignet. Es kann nur sein, dass die erste Übungskarte nicht von allen Kindern durchgeführt werden kann. Lass diese Figur dann einfach weg. Alles andere habe ich selbst schon mit Kindergartenkindern durchgeführt.

Warum Akrobatik?

Im Artikel „Die Zirkuspädagogik und ihr Konzept“ habe ich schon über die Fördermöglichkeiten von Akrobatik gesprochen. Hier möchte ich nun tiefer in dieses Thema einsteigen.

Akrobatik und Motorik

Die größte Fördermöglichkeit von Akrobatik ist die Motorik. Zum erfolgreichen Aufbau akrobatischer Figuren brauchen die AkrobatInnen selbst ein gutes Körpergefühl. Die Teilnehmenden müssen zur richtigen Zeit die richtigen Muskeln anspannen und eine gewisse Körperhaltung nahezu unbeweglich einnehmen. Neben dem Körpergefühl brauchen die Teilnehmenden Kraft und Beweglichkeit. Gleichzeitig ist ein guter Gleichgewichtssinn notwendig, da in der Partnerakrobatik immer mit einer anderen Person eine akrobatische Figur gestaltet wird. In der Regel ist hier immer ein Kind oben und ein anderes unten.

Die größte Fördermöglichkeit von Akrobatik ist die Motorik. Zum erfolgreichen Aufbau akrobatischer Figuren brauchen die AkrobatInnen selbst ein gutes Körpergefühl. Die Teilnehmenden müssen zur richtigen Zeit die richtigen Muskeln anspannen und eine gewisse Körperhaltung nahezu unbeweglich einnehmen. Neben dem Körpergefühl brauchen die Teilnehmenden Kraft und Beweglichkeit. Gleichzeitig ist ein guter Gleichgewichtssinn notwendig, da in der Partnerakrobatik immer mit einer anderen Person eine akrobatische Figur gestaltet wird. In der Regel ist hier immer ein Kind oben und ein anderes unten.

Ohne Teamwork geht hier nichts

Ohne Zusammenarbeit geht gar nichts! Vor jeder Ausführung wird abgesprochen, wer welche Position der Figur einnimmt. Auch die Sicherung wird vorher abgesprochen und während des Aufbaus der Figur geben alle klare Kommandos. Letzteres gilt auch, wenn der Aufbau der Figur abgebrochen wird. Also eine Person die Kraft ausgeht, oder aus anderen Gründen der Halt verloren geht. Diese Klaren Rückmeldungen und Kommandos müssen vorher abgesprochen, und klar und deutlich kommuniziert werden. Etabliert hat sich folgender Umgang mit Abbrüchen: Sagt eine Person „Ab!“ wird die Figur sofort und zügig abgebaut, ohne Hektik.

Rücksichtnahme auf die Anderen

Baue ich eine akrobatische Figur mit einer zweiten Person auf, nehmen wir selbstverständlich gegenseitig Rücksicht. Dennoch möchte ich kurz beschreiben, was ich unter diesem großen Wort „Rücksicht“ verstehe. Zum einen gehört hierzu, dass nach der Ausführung einer neuen Figur sich alle beteiligten austauschen. Dabei spielt es keine Rolle, wie gut die Figur gelaufen war. Ich hole mir ein kurze „alles in Ordnung“ bei meinem Partner. Damit verhindere ich, dass ich übersehe, wenn es meinem Gegenüber nicht gut geht.

Ich habe immer wieder erlebt, dass gerade in der Akrobatik es irgendwann zu einer Selbstverständlichkeit wird, auf anderen Gruppenteilnehmern „herumzuklettern“. Hierfür muss sich die Kursleiterin/ der Kursleiter sensibilisieren und Fehlverhalten sofort ansprechen, wenn der Respekt verloren geht. Dazu gehört auch, bevor ich mit meinem Partner Akrobatik mache, brauche ich sein Einverständnis.

Sicherheit in der Akrobatik

Sicherheit ist nicht nur ein wichtiger Punkt, für mich spiegelt Sicherheit auch eine Professionalität und Vertrauen wider. Aus diesem Grund habe ich immer eine kleine Verbandstasche und Kältekompressen dabei. Außerdem bin ich stolzer Besitzer von Haargummis, obwohl ich kurze Haare habe. Die Haargummis verleihe ich an Kinder mit langen Haaren. So stören diese zum einen nicht und zum anderen kann so nicht aus Versehen an den Haaren gezogen werden, was bei Akrobatik schon mal passieren kann.

Regeln

Auch die Regeln gehören zur Sicherheit. Ich mag es selbst nicht, wenn die Kinder bei Akrobatik unaufmerksam sind und immer wieder Späße machen, während ich etwas erkläre. Generell halte ich es in meinen Kursen immer locker, wenn es um Konzentration und Späßen geht. Aber bei Akrobatik bin ich wesentlich strenger, da es um Sicherheit geht. Das vermittel ich meinen Teilnehmenden auch immer zu Beginn.

Akrobatik nur auf Matten

Darüber hinaus teile ich die Matten immer in Bereiche ein (siehe Bild). Da gibt es zum einen den Wartebereich. Hier halten sich alle auf, wenn die Übungsbereiche (für 1.-2. Gruppe) gerade alle belegt sind. Zum anderen bekommen die Gruppen Matten zugewiesen. So verhindere ich, dass Kinder aneinander stoßen und sich verletzen. Darüber hinaus achte ich darauf, dass die Matten groß genug sind, sodass, falls ein Kind hinfällt, es auf der Matte und nicht in einer anderen Gruppe landet. Daher teile ich meistens mehr als zwei Matten für eine Gruppe ein.

Hier eine Kurze Übersicht der Sicherheit.

  • Keine Akrobatik ohne Matten und Hilfestellung.
  • Wir betreten die Matten ohne Schuhe.
  • Die Matten sind in Bereiche eingeteilt.
  • Jeder sitzt im Wartebereich, oder übt einem Bereich
  • Wir sprechen uns ab und holen uns eine Erlaubnis, bevor wir mit dem Partner Akrobatik machen.
  • Wenn wir eine Figur abbrechen, sagen wir deutlich „Ab!“
  • Nach der Figur schauen wir nach unserem Partner.

Aufwärmen und Spiele in der Akrobatik

Das Aufwärmen ist wichtig, um Verletzungen zu vermeiden. Neben den klassischen Aufwärmübungen kann man auch Tanzen, Yoga machen und Laufspiele spielen Damit das Aufwärmen nicht zu langweilig wird, habe ich hier zwei Spiele für dich:

Alles ist bunt

Du machst eine schnelle Musik an, während die Gruppe imaginäre Farbe an ihren Händen hat. Alles soll bunt gemalt werden! Entsprechend muss jede Oberfläche mit den Händen berührt werden. Der Boden, die Wände, die Bänke, einfach alles. Nach einer kurzen Zeit sagst du, dass die Farbe nun am Ellenbogen sei und späte am Hintern. Jedes Mal soll der ganze Raum mit Farbe gefüllt werden.

Alles ist bunt

Du machst eine schnelle Musik an, während die Gruppe imaginäre Farbe an ihren Händen hat. Alles soll bunt gemalt werden! Entsprechend muss jede Oberfläche mit den Händen berührt werden. Der Boden, die Wände, die Bänke, einfach alles. Nach einer kurzen Zeit sagst du, dass die Farbe nun am Ellenbogen sei und späte am Hintern. Jedes Mal soll der ganze Raum mit Farbe gefüllt werden.

Der Hexenkessel

Alle sitzen auf dem Boden mit gespreizten Beinen aufrecht im Kreis. Wir stellen uns vor, in der Mitte ist ein Hexenkessel, unter dem ein Feuer lodert. Wir tun so als würden wir einen Rühr Löffel halten und gehen mit dem Oberkörper nach vorne und nach hinten, um den Inhalt des großen Kessels umzurühren. Dann strecken wir uns nach oben und greifen nach Fledermäusen und werfen diese in den Kessel. Dann greifen wir weit nach hinten und nehmen dornigen Wurzeln. Und zum Schluss greifen wir nach links und rechts und fangen dort Eidechsen. Zwischen den Zutaten wird immer wieder umgerührt. Am Ende wird aus dem Hexenkessel ein großer Schluck genommen, da uns die Brühe unheimliche Kräfte verleiht. Wir sind jetzt stark und startklar für Akrobatik.

Hilfestellung bei akrobatischen Figuren

Eine Hilfestellung ist die Sicherung einer Akrobatischen Figur. Die Person, die sichert, muss selbst die ganze Zeit über konzentriert sein und immer einen festen Stand haben. Außerdem muss sie wissen, welche Figur wie aufgebaut wird.

Bedenke auch, dass etwas schneller passieren kann, als man denkt. Ein Kind, das seine Körperspannung nicht verliert, reicht, um alles plötzlich zusammen fallen zu lassen. Aus diesem Grund müssen die akrobatischen Figuren immer mit besonderem Bedacht stattfinden. Dies gilt insbesondere, beim ersten Versuch einer Figur.

Bevor eine Figur aufgebaut wird, klären alle beteiligten nicht nur wer welchen Teil der Figur übernimmt, sondern auch, wer Sichert. Je nach Figur kann es sein, dass mehr als eine Person die Sicherung übernimmt. Vorher fängt niemand an! Die Hände sind während des Sicherns nicht in den Taschen, sondern werden so gehalten, dass die Sicherung jederzeit greift.

Tipp! Wenn ich sichere, dann stelle ich mich möglichst so, dass ich die Hüfte oder unter die Achseln greifen kann. Hier ist zum einen die Verletzungsgefahr am geringsten, und zum anderen ist es am angenehmsten für Frauen.

Körperhaltung und Spannung, das A und O in der Akrobatik

Bei jeder Übung oder Figur ist wichtig, dass die Wirbelsäule gerade ist. Außerdem gilt hier die Regel, kein Kind hebt ein anderes, welches genauso schwer, oder schwerer ist, als es selbst. Um sicherzugehen, bleibe ich immer maximal ca. 10 bis 20 Prozent unter dem Gewicht des Kindes, welches sich unten befindet. Bei Erwachsenen und Jugendlichen kann man bis zum eigenen Körpergewicht oder auch, abhängig von der Muskulatur, etwas drüber gehen.

Das Brett

Mit dieser Übung können die Kinder lernen ihre Körperspannung zu halten. Die Teilnehmenden werden in Dreier-Gruppen eingeteilt. Person A legt sich mit dem Rücken gerade auf den Boden und spannt alle ihre Muskeln an. Sie soll sich hart wie ein Brett machen. Dann greifen die anderen beiden Gruppenmitglieder mit beiden Händen unter die Schulterblätter von A und heben sie/ihn hoch, sodass A auf den Füßen steht. Wichtig bei der Übung ist, dass A nicht einknickt, sondern wirklich hart bleibt.

Wenn das nach mehrmaligem Probieren nicht klappt, sagst du zu A, das sie/er den Hintern leicht anheben soll. Dann klappt es meistens. Das ist zwar etwas geschummelt, da es das eigentliche Ziel verfehlt (das Körpergefühl ist dann immer noch nicht da), aber A hat wenigstens ein Erfolgserlebnis und das Prinzip verstanden, wie es funktioniert. Daran kann im Laufe der Zeit weiter gearbeitet werden.

Kleine und größere Hürden

Hürden können zum Beispiel die Angst vor Körperkontakt sein. Und natürlich respektieren wir den Wunsch, Akrobatik abzulehnen. Mit Druck oder Drängen kommst du hier nicht weiter und das will auch niemand. Dennoch kann jeder an den Ängsten arbeiten und wir können die Teilnehmenden dabei unterstützen, mit dieser Angst umzugehen.

Wer sich also zu Beginn nicht traut, kann auch zuerst nur zuschauen und zum Beispiel Hilfestellungen geben, oder darauf achten, dass jeder sich gerade hält.

Körpernähe

Bei Darty Dancing hatten Frances und Johnny jeweils ihren eigenen Tanzbereich, der gewahrt wurde. „Das ist dein Tanzbereich, das ist mein Tanzbereich!“. Dieser Distanzbereich ist ein persönlicher Schutzbereich, in den die Teilnehmenden während der Akrobatik verletzten. Diese „Verletzung“ wird von vielen als unangenehm empfunden. Gleiches gilt auch bei Berührungen. Führt man Vertrauensübungen durch, kann das die Verletzung heilen. Eine Vertrauensübung ist zum Beispiel „führen und folgen„, aber auch das Pendel.

Seltsame akrobatische Verrenkungen

Manche Figuren verlangen schon seltsame Stellungen von den Akrobaten. Entsprechend fühlen sich manche Kinder unwohl und möchte daher nicht mitmachen. Neben dem Angebot, eine andere Stellung einzunehmen, kann generell helfen, einen eigenen Raum für die Akrobatik einzurichten. Finden also mehrere Angebote parallel statt (Jonglieren, Diabolo usw.), haben die Akrobaten idealerweise einen eigenen Bereich, der vor Blicken geschützt ist.

Vorbereitung auf die Akrobatik

Um gemeinsam in der Gruppe Akrobatik machen zu können, braucht die Gruppe neben dem Teamwork auch Vertrauen und ein gemeinsames Gleichgewicht. Um das Vertrauen aufzubauen und zu stärken, helfen Übungen, die im Theater zur Ensemble-Bildung genutzt werden. Im Folgenden habe ich zwei Übungen für das Vertrauen und eine Gleichgewichtsübung.

Führen und Folgen

Die Gruppe wird in Zweier-Teams eingeteilt. Die Pärchen klären unter sich, wer zuerst führt und wer zuerst folgt. Kind A, das führt, hält seine Hand kurz (ca. 5 -7 cm) vor dem Gesicht von Kind B. Die Sicht von B ist nun leicht verdeckt, ohne das B vollkommen blind ist. A zieht nun seine Hand von B weiter weg. B muss immer den gleichen Abstand halten und folgt daher der Hand von A. Wie einen Bullen, der mit seinem Nasenring geführt wird, zieht A nun B langsam und vorsichtig durch den Raum. A muss darauf achten, dass B nichts passiert. Nach einer Eingewöhnungszeit kann A in die Vertikalen-Ebenen gehen. Zum Beispiel sich dem Boden nähern, sodass B auch mal krabbeln muss, um der Hand zu folgen. Nach einer Zeit wird getauscht. Mindestens eine Fachkraft muss hier immer auf alle achtgeben, um Unfälle zu vermeiden.

Das Pendel

Die Akrobaten bilden Dreier-Gruppen. Die Gruppen handeln untereinander aus, wer in der Mitte (Person A) und wer außen (Person B und C) steht. Während A in der Mitte steht, stehen B und C vor, und hinter A. B und C haben dabei die Schrittstellung (ein Fuß steht vorne, der andere etwas weiter hinten), sodass sie einen stabilen stand haben. Die Handinnenflächen zeigen zu A. Es wird hinter A angefangen. Person B, die hinter A steht, greift behutsam nach den Schultern von A und zieht sie/ihn langsam zu sich. Nur ein kurzes Stück (ca. 30 cm). A muss sich die ganze Zeit gerade halten und steif machen.

Dann drückt B A langsam wieder zurück, bis A wider von allein steht. C nimmt nun A auf. Dabei hält C nur die Handflächen nach vorne und drückt entweder gegen den Brustkorb, oder gegen das Schlüsselbein. A wird C nun auch langsam zu sich kommen lassen, wie es B zuvor gemacht hat. Ebenfalls nur ca. 30 cm.

Nach dieser Eingewöhnungszeit kann A immer weiter Hin und Her geschoben werden wie ein Pendel. Nach etwas Eingewöhnungszeit kann das „Pendel“ stärker „ausschlagen“

Die Bankstellung

Die Bankstellung ist Grundlage für viele Figuren. Für die Bankstellung kniet man sich auf den Boden wie ein Hund auf vier Pfoten. Die Arme sind durchgedrückt und zeigen senkrecht nach unten. Die Hände sind unter der Schultern (nicht zu breit, nicht zu eng). Unter den Hüften befinden sich die Knie, sodass die Oberschenkel senkrecht zum Boden stehen. Der Rücken ist Gerade (keinen Katzenbuckel, oder Hohlkreuz). Der ganze Körper wird angespannt und ist fest, das gibt der Bankstellung zusätzliche Stabilität.

Die Bankstellung ist Grundlage für viele Figuren. Für die Bankstellung kniet man sich auf den Boden wie ein Hund auf vier Pfoten. Die Arme sind durchgedrückt und zeigen senkrecht nach unten. Die Hände sind unter der Schultern (nicht zu breit, nicht zu eng). Unter den Hüften befinden sich die Knie, sodass die Oberschenkel senkrecht zum Boden stehen. Der Rücken ist Gerade (keinen Katzenbuckel, oder Hohlkreuz). Der ganze Körper wird angespannt und ist fest, das gibt der Bankstellung zusätzliche Stabilität.

Die V-Formation

Die Gruppe Bildet wieder Zweier-Paare. Beide stehen sich so dicht gegenüber, dass sich ihre Fußspitzen berühren. Dann greift jeder nach dem Unterarm des anderen (Akrobaten Griff). Beide müssen sich nun ganz gerade halten und lassen sich dabei langsam nach hinten kippen. Die Übung ist richtig ausgeführt, wenn alle Arme ausgestreckt sind und das Paar das Gefühl hat, sie würden fallen, wenn sie sich loslassen. Die Schultern sind gerade, nicht verkrampft, eingefallen, oder nach hinten gestreckt.

Durchführung einer akrobatischen Stunde

In der Durchführung gebe ich dir nun einen Plan an die Hand, wie ich immer meinen Akrobatik-Kurs gestalte. Nachdem ich die Gruppe wie oben beschrieben vorbereitet habe, kann es losgehen.

Die Übungskarten der Freizeitakrobatik

Ich arbeite immer mit den „Übungskarten zur Freizeitakrobatik in Schule und Verein“ (Werbung). Da die Akrobatik-Übungen auf Karten gedruckt sind, kann ich so gut arbeiten. Jede Karte hat eine Farbe: Gelb, Rosa, Orange, Rot, Grün und Blau. Die Farben stehen für eine Kategorie (Grundposition 1 – 4, Dynamische Akrobatik und Pyramidenbau). Neben der Farbnennung sind die Farben auch unterteilt in hell und dunkel (bspw. hellgelb und dunkelgelb). Die hellen Farben stehen für eine leichte bis Mittelschwere Übung, die dunkleren Farben für schwere bis sehr schwere Übungen. Hier siehst du die erste Karte, aus dem Set und damit auch die einfachste Figur.

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1. Karte von „Übungskarten zur Freizeitakrobatik in Schule und Verein

Erste akrobatische Figur

Zu Beginn darf jedes Kind die erste Karte aus dem Set ausprobieren. Dabei sollte jeder mal unten und mal oben gewesen sein (mit Berücksichtigung des Gewichts). Im Anschluss bekommt darf sich jedes Pärchen eine hellgelbe Karte aussuchen und kommt mit dieser auf die Matte, um die Figur zu bilden. Alle anderen die warten, können sich schon mal überlegen, was sie üben möchten, damit der Ablauf schnell stattfindet. Generell gilt, bei neuen Figuren bin ich immer dabei, wenn ich sehe, dass es gut klappt, können die Kinder das Gelernte allein vertiefen. Dann arbeiten immer zwei Pärchen zusammen, wobei eines sichert und das andere die Figur bildet.

Vor der Belastung einer Figur sollen die Kinder, die unten sind, immer vorher die Muskeln anspannen, das gewährleistet zum einen Stabilität und zum anderen schützt das vor Verletzungen. Sobald das Kind oben ist und die Position eingenommen hat, soll es auch die Muskeln anspannen.

Akrobatische Choreografie

Möchten die Teilnehmenden das Geübte präsentieren, empfehle ich folgendes Vorgehen.

  1. Die Gruppe legt fest, welche Karten sie in welcher Reihenfolge präsentieren möchten.
  2. Wie geht ihr rein? Wer baut die Matten auf, wollen alle gleichzeitig hereingehen, oder einer nach dem anderen?
  3. Wie wollt ihr euch verbeugen? Was macht ihr, nach jeder Akrobatischen Übung, soll direkt das Nächste folgen, oder zuerst eine Verbeugung stattfinden?
  4. Welche Musik möchtet ihr wählen.

Wenn alle Fragen geklärt sind und die akrobatischen Figuren eingeübt wurden, scanne ich immer am Tag vor der Generalprobe die Karten ein. Die Eingescannten Karten werden dann am PC nummeriert und ordne die Namen der Personen auf den Karten. Zusätzlich notiere ich die Helfer auf jeder Karte. So vorbereitet, kann auch in der Hektik und Nervosität einer Vorstellung nichts passieren.

Die Vorstellung an sich können die Kinder selbst durchführen, da sie die bearbeiteten Karten in der richtigen Reihenfolge vor sich auf den Boden liegen haben. Wenn eine akrobatische Figur präsentiert wurde, wird die Karte umgedreht auf einen zweiten Stapel gelegt. Während der Präsentation geltend die gleichen Regeln, wie bei den Übungen. Wessen Name auf den Karten steht, betritt die Matten, der Rest kniet sich an den Rand und schaut sich schon die nächste Figur an. Die Karten, deren Figuren präsentiert werden, können mit auf die Matten genommen werden.

Zusammenfassung

Wenn du dir den Artikel bis hierhin durchgelesen hast, Gratulation!

In der Akrobatik im Allgemeinen gibt es, einiges zu beachten. Machen wir Akrobatik mit Kindern, kommt noch das eine oder andere hinzu. In diesem Beitrag habe ich die Wirkung, die Sicherheit, die Vorbereitung und die Durchführung besprochen. Damit handelt es sich hier um ein umfangreiches Thema. Das ist mir gerade bei Akrobatik mit Kindern besonders wichtig, da diese auf, Grund ihrer Entwicklung, sehr verletzlich sind.

Unterrichtsentwurf für 90 Min.

Im Folgenden findest du noch eine Unterrichtseinheit, die ca. 90 Min. dauert. Sie ist beispielhaft und bezieht sich auf die hier vorgestellten Spiele und Übungen. Für Fachkräfte, die im Kindergarten arbeiten, ist der Unterrichtsentwurf auch gedacht. Es kann nur sein, dass die erste Übungskarte nicht von allen Kindern durchgeführt werden kann. Las dann diese Figur einfach weg. Alles andere habe ich selbst schon mit Kindergartenkindern durchgeführt.

Begrüßung der Gruppe
Was ist Akrobatik (hier zeige ich oft einige Karten aus dem Kartenset)
1 oder 2 Aufwärtsspiele
Führen und Folgen
Regeln erklären (Matten in Zonen einteilen)
Das Brett
Das Pendel
Bankstellung (jeder macht die Bank und ich korrigiere, wenn nötig)
V-Formation
Die erste Übungskarte (Karte Nummer eins, die hier abgebildet ist. Eine schwierige Übung für Kindergartenkinder)
Wir verabschieden uns.

Den Unterrichtsentwurf kannst du dir hier herunterladen

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